Unterricht in Producing und DJing

Angebot
Composing & Arranging, Musiktheorie und Sound Design lernen bei:

Silvio Buchmeier

Filmmusik produzieren lernen

Silvio Buchmeier ist ein Komponist und Sounddesigner für Film und Medien aus Zürich. Sein bisheriges Schaffen war schon im Kellertheater Winterthur, im Kino Riffraff oder im Kulturhaus Helferei zu hören. Aktuell ist er als Komponist in mehrere Spiel- und Dokumentarfilme involviert.

Preis

5 Lektionen an 45 Minuten: CHF 420


Standort

Bereiche

Composing & Arranging, Musiktheorie und Sound Design

Musikstile

Filmmusik, Trip-Hop, Klassik und Roots Reggae

Niveaus

Anfänger, Fortgeschrittene und Master

Sprachen

Deutsch, Englisch und Französisch


Studio von Silvio Buchmeier

Software

Pro Tools, Ableton Live, Kontakt, Reaktor 6, Native Instruments, Valhalla, Liquidsonics, Sibelius und Vienna Symphonic Library

Hardware

RME ADI 8-Pro Wandler, RME Babyface Pro, Yamaha MLA 8 Mikrofonverstärker, Roli Seaboard Rise 25, Doepfer LMK3 88-Tasten Masterkeyboard, Adam A5X, Roland Juno-106, Selmer Mark VI Tenor Saxophon, Fender Precision Bass, Copilotfx Effektgeräte und Oktava MK 012 MSP6 Mikrofon

Ausbildung

Am Jazzcampus Basel habe ich ein Bachelor-Studium in Jazzsaxophon absolviert. Meine Mentoren waren Domenic Landolf, Adrian Mears, Lester Menezes, Malcolm Braff und Guillermo Klein. Jeder hat mir etwas mitgegeben, das mich in meiner Arbeit als Komponist stark prägt und meine Neugier vorantreibt.

Projekte / Diskographie

Durch die Nacht (Spielfilm)
Mitohni (Tanzstück)
Konstellationen (Theaterstück)
Vertonungen von Audiovisuellen Installationen (ua. Rendez-vous Bundesplatz 2016) 

Silvio Buchmeier

Interview mit Silvio Buchmeier

Wie bist du zur Musik gekommen?

Als 13-jähriger habe ich begonnen Saxophon zu spielen. Nach 2 Jahren hats mich dann richtig gepackt, nachdem ich in der Sammlung meines Vaters die CDs von John Coltrane entdeckt habe. Seither finde ich in der Musik meine tiefste Erfüllung, welche nun vor allem in der Form von Filmmusik zum Ausdruck kommt.

Welche/r Produzent/in oder DJ hat dich am meisten beeinflusst?

Das waren die Jungs von Massive Attack. Als ich deren Sound zum ersten Mal gehört habe, war es, als ob ich diese Musik schon immer gekannt habe – so innig hat sie mich berührt. Seither bin ich beim Produzieren und Komponieren stets auf der Suche nach einer solchen Resonanz.

Unter den Komponisten gibt es viele, die mich beeinflusst haben. Einer der wichtigsten ist sicher Antonio Carlos Jobim. Seine Kompositionen erzählen Geschichten, wie es sonst nur ein Maler kann! Bei den klassischen Komponisten bin ich ein grosser Fan von Toru Taktemitsu, dessen Gefühl für Spannung und Entspannung mir die Ohren geöffnet hat. Seine Musik hat einen Atem, der direkt der Natur entsprungen scheint.

Welches Musikerlebnis ist dir speziell in Erinnerung geblieben?

Es gibt diese Szene im Film «Deep Impact (1998)», wo es darum geht, einen Meteoriten zu sprengen, um einen Einschlag auf die Erde zu verhindern. In der Szene, in der wir den Meteoriten durch das Fenster des Raumschiffs zum ersten Mal erblicken, hat mich die Musik von James Horner echt umgehauen – so simpel, transparent und genial zugleich!

Welches war dein wichtigster Auftritt oder dein wichtigstes Musikprojekt?

Im Bereich der audiovisuellen Installationen habe ich schon grosse Projekte gehabt. Darunter war zum Beispiel eine ziemlich abgefahrene Unternehmenspräsentation, die in 3D auf ein Bühnenbild projiziert wurde. Ich musste die Vertonung zwar unter sehr hohem Zeitdruck machen, sie hat jedoch extrem Spass gemacht. Erst später habe ich dann erfahren, dass die Show im grössten Eventzentrum Österreichs, dem Austria Center in Wien, gezeigt wurde. Das hätte ich gerne gehört! :)

Worauf legst du den Schwerpunkt beim Unterrichten?

Das kommt ganz darauf an, ob du gerade eine DAW gekauft hast, um mit deiner Rockband einen Film zu vertonen oder ob du für dein Liveset neue Impulse suchst oder ob du deine EP mit eleganten Streichern veredeln willst. Ich lege im Unterricht immer den Schwerpunkt auf das, was dich deinen Zielen am schnellsten näherbringt und darauf, dass du dabei Spass hast!

Wie sieht eine typische Lektion bei dir aus? Wir arbeitest du mit den Schülern?

Gerne starte ich die Stunde mit einem Rhythmus- oder Tonquiz oder mit einer kleinen Improvisation, bevor wir uns an den Computer setzen. Dabei geht es nicht darum, dich zu testen, sondern darum, unser Gehör und Musikgespür zu aktivieren – quasi ein Warm-up für Produzenten und Komponisten!

Danach kommt es ganz darauf an, woran wir gerade arbeiten. Bevor wir die DAW öffnen, hören wir uns am besten die letzte Version von deinem Projekt an. Was gefällt dir daran? Wo hast du Fragen? Was bereitet dir Mühe? Dann besprechen wir, was ich dir in der Stunde zeigen soll, was wir ausprobieren sollen oder welche Theorie und Infos dir gerade helfen würden. Sobald wir wissen, was zu tun ist, legen wir los.

Mit wem würdest du gerne einmal zusammen Musik machen?

Ennio Morricone, ein originelles Filmgenie des 20. Jahrhunderts. Ihm würde ich auch nur Kaffee bringen – einfach um bei seiner Arbeit dabei zu sein!

Welche Platte würdest du auf die einsame Insel mitnehmen?

Das wäre wohl Crescent von John Coltrane. Oder 100th Window von Massive Attack. Oder Lulu Suite von Alban Berg. Ok, ich nehme die Festplatte mit... ;-).

Was ist neben der Musik noch wichtig in deinem Leben?

Ich lese sehr gerne, am liebsten speculative fiction. Sonst informiere ich mich fast täglich über das aktuelle Weltgeschehen.

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